Tamoxifencitrat

Tamoxifencitrat TamoxifenCharakteristik: Tamoxifencitrat ist ein Antiöstrogen, das den Aromatisierungsprozess verzögert.

Nebenwirkungen: Außer Hitzewallungen, Übelkeit und Sehstörungen kann noch Benommenheit auftreten.

Fitness: Da im Fitnessbereich überwiegend Steroide mit schwächerer anaboler Wirkung oder stark anabol-androgen wirkende Steroide in niedriger Dosierung benutzt werden, ist der Gebrauch von Tamoxifencitrat oder Antiöstrogenen im Allgemeinen überflüssig. Die Einnahme von Tamoxifencitrat bringt eine zusätzliche Abschwächung der relativ gering wirkenden Steroide, die in der Regel im Fitnessbereich eingesetzt werden, mit sich.

Bodybuilding: Der Einsatz von Tamoxifencitrat richtet sich bei Bodybuildern nach der Anfälligkeit eines jeden Athleten hinsichtlich des Anstieges des Östrogenspiegels während der Einnahme von Anabolika. Antiöstrogene zu stark androgen wirkenden Steroiden zu nehmen, ist nicht grundsätzlich notwendig. Da Tamoxifencitrat nur die Fähigkeit besitzt, den Anstieg des Östrogenspiegels zu blocken, ist die Einnahme dieses Wirkstoffes ausschließlich für Wettkampfathleten nutzbringend. Nur in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf macht das Hinauszögern des Östrogenspiegelanstieges Sinn. Alle den Feminisierungserscheinungen zugeschriebenen Problematiken versucht der Wettkampfathlet zu negieren. Als wesentlichste Probleme in dieser Hinsicht sind für Wettkampfathleten die Wasserspeicherung und der Körperfettgehalt anzusehen. 14 Tage vor dem Wettkampf starten die Athleten mit 10 mg Tamoxifencitrat pro Tag. Alle drei Tage wird die Dosis verdoppelt bis 80 mg/Tag erreicht sind. 80 mg/Tag werden bis einschließlich dem Wettkampftag eingenommen, um so das Östrogen am Wettkampftag effektiv zu blockieren. Nach dem Wettkampf wird die Dosis alle zwei Tage bis auf 10 mg täglich halbiert und die Einnahme nach fünf Tagen mit 10 mg pro Tag beendet. Das noch im Blut befindliche geblockte Östrogen wird nun verzögert von den Östrogenrezeptoren aufgenommen und es ist möglich, dass der Östrogenspiegel in den folgenden Tagen drastisch ansteigt. Empfehlungen, zusätzlich Mesterolon zu kombinieren, um diesen möglichen Reboundeffekt zu verhindern, haben sich der Erfahrung nach als nutzlos erwiesen. Die Tatsache, dass Tamoxifencitrat die Wirkung von Steroiden beeinträchtigt und häufig sehr stark abschwächt, wirft die Frage auf, ob nicht eine etwas niedrigere Steroiddosierung ohne zusätzliche Einnahme von Antiöstrogenen gleiche Ergebnisse erzielen lässt. Denn die mit dem Tamoxifencitrat zu bekämpfenden Probleme würden erst gar nicht auftreten. Die unerwünschte Gynäkomastie, Folge eines zu hohen Östrogenspiegels, hängt im starken Maße von der Veranlagung eines jeden Athleten ab und kann nicht mit Tamoxifencitrat bekämpft werden. Athleten mit ausgeprägter Neigung zur Gynäkomastie werden sich mit diesem Problem arrangieren und sich von Zeit zu Zeit einem operativen Eingriff unterziehen müssen. Die vor Jahren publizierte Eigenschaft von Tamoxifencitrat, die Testosteronproduktion im Hoden anzuregen, gilt als nicht erwiesen.

Frauen: Im Wettkampfbodybuilding der Frauen kommt Tamoxifencitrat die gleiche Bedeutung wie bei den männlichen Athleten zu. Auch das Einnahmeschema ist identisch. Da von einer gleichzeitigen Einnahme von Steroiden auszugehen ist, sind die möglichen Nebenwirkungen von Tamoxifencitrat wie zum Beispiel Menstruationsstörungen kein zusätzliches Problem, da bei der Einnahme von Anabolika ohnehin mit dem Ausbleiben der Menstruation gerechnet werden muss.

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