Oxymetholon

Das orale Steroid Oxymetholon zeichnet sich durch eine sehr beträchtliche anabole und androgene Wirkung aus.

Nebenwirkungen Oxymetholon: Bei der Anwendung von Oxymetholon kann es neben den bekannten körperlichen Folgen bei der Einnahme von anabolen Steroiden auch zu Gelbsucht, Haarausfall, Gynäkomastie, Magenproblemen, Krämpfen, Schlafstörungen und Durchfall kommen. Diese Substanz wirkt stark lebertoxisch. Kopfschmerzen und Nasenbluten sind symptomatisch für diesen Wirkstoff.

Fitness: Oxymetholon ist charakteristisch für eine Vielzahl von Eigenschaften, die gerade im Fitnessbereich nicht erwünscht sind. Schwammiges Aussehen, dunkelrote Gesichtsfarbe, diese hervorgerufen durch hohen Blutdruck, und andere nicht unerhebliche Nebenwirkungen machen daher diesen Wirkstoff für den Freizeit- und Fitnessbereich uninteressant. Als Grundlage für einen definierten Körper kommt Oxymetholon nicht infrage. Wenn allem zum Trotz dennoch Gebrauch von diesem Wirkstoff gemacht wird, liegt das Limit bei einer Dosierung von maximal 25 mg pro Tag. Da üblicherweise die Einnahme von Oxymetholon mit Antiöstrogenen oder Entwässerungsmitteln einher
 
Bodybuilding: Da die Athleten aus dem Bodybuildingbereich andere Ziele verfolgen, unter anderem ein erhöhtes Körpergewicht, findet dieses Steroid hier große Resonanz. Das charakteristischste Merkmal von Oxymetholon liegt in der überdurchschnittlichen Kraft- und Massezunahme. Die aber mit der Einnahme dieser Substanz verbundene Wassereinlagerung muss von zwei Seiten betrachtet werden. Zunächst bringt die rasche Gewichtszunahme enorme Vorteile bei der Erhöhung des Kraftpotentials, doch dies hat wenig mit einem proportionalen Zuwachs des Muskelvolumens zu tun. Der Körper wird im Ergebnis lediglich sehr schwammig aussehen. Da Oxymetholon das Blutvolumen erhöht, somit ein enormer Pumpeffekt eintritt und eine schnellere Regeneration erfolgen kann, ist ein Übertraining kaum möglich. Dies ist scheinbar Grund genug für einige Athleten, auf diesen Wirkstoff zurückzugreifen. Trainingsweltmeister werden ihre wahre Freude haben. In der ersten Woche ist eine Einnahme von 50 mg pro Tag und in der zweiten Woche von 100 mg pro Tag üblich. Dass sogar Dosierungen bis auf 200 mg täglich für weitere sechs bis acht Wochen erhöht werden, ist bekannt. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass die Einnahme ab etwa 100 mg täglich mit äußerst starken Kopfschmerzen einhergeht, die über Wochen andauern können. Vor Jahren wurde die Meinung vertreten, dass Oxymetholon während einer Diät zum Erhalt der Muskelmasse beitragen würde. Erfahrungen jüngerer Zeit haben aber bewiesen, dass dies keinesfalls so ist. Bei der Reduzierung oder gar beim Absetzen von Oxymetholon ist der Masseverlust drastisch. Es ist hier unmöglich, noch ausreichend Wasser im Muskelgewebe zu belassen, um das Muskelvolumen halten zu können. Der Überlegung, ob es sich lohnt, die auftretenden Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, um während des Einnahmezeitraums einen massigen Körper zu haben, der sich am Ende einer Kur in den Anfangszustand ausschwemmt, sollte sich jeder unterziehen. Die sich über Jahre haltende Behauptung, es handelt sich bei Oxymetholon um das stärkste und effektivste Steroid, kann wohl inzwischen klar revidiert werden. Eines der stärksten dieser Wirkstoffgruppe ist es sicher, aber nur aufgrund der hoch dosierten Darreichungsform. Eine einzelne 50 mg Tablette ist gleichzusetzen mit zum Beispiel 10 Tabletten ä 5 mg Methandrostenolon. Bei Dosierungen von 150 bis 250 mg Oxymetholon sind das 30 bis 50 Tabletten ä 5 mg Methandrostenolon. Es ist anzunehmen, dass diese Tagesdosis auch eine außergewöhnlich starke Wirkung hätte. Von Effektivität kann keine Rede mehr sein, wenn es um die Zunahme von solider Muskelmasse geht. Die absolute Stärke dieses Wirkstoffes liegt in der Anwendung für die Kraftzunahme. Kein anderes Steroid kann mit dem Oxymetholon in dieser Beziehung als gleichwertig eingestuft werden.

Frauen: Auch hier gilt, dass Aufwand und Nutzen in keinem adäquaten Verhältnis zueinander stehen. Des Weiteren ist mit sofortigen drastischen, irreversiblen Virilisierungserscheinungen zu rechnen. Eine Einnahme wird daher bei Frauen nicht vorkommen.

Verbreitung: Die Handelsformen des Anapolon 50 sind seit geraumer Zeit in einigen Ländern wieder zu finden. Die bisher bekannteste Form von Syntex Pharmaceuticals Ltd. ist jedoch fast völlig vom Schwarzmarkt verschwunden. Die noch vereinzelt auftauchenden Exemplare sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Fälschungen. Eine rotbraune Plastikflasche mit rotem Etikett aus Korea ist die wohl ungewöhnlichste Ausführung dieses Präparats. Dieses Produkt ist in Thailand erhältlich. Derzeit sind am häufigsten die von der türkischen Fa. Ibrahim und die in Thailand hergestellten Androlic Tablets auf dem Schwarzmarkt zu finden. Die thailändischen Oxymetholontabletten sind markant in ihrer Farbe und Form. Prägnant ist die eingestanzte 50 auf der Oberseite der hellgrünen Tablette. Bemerkenswert ist weiter, dass die gleichen Tabletten verschieden verpackt sind, zum Einen in einem grünen Plastikfläschchen mit silbernem Deckelverschluss und zum Anderen in einem verschweißten weißen Beutel. Eine weitere Version aus Thailand sind die von der Fa. March Pharmaceutical hergestellten BONALONE. Auffällig ist hier die gelbe Farbe und die Form, dreieckig mit abgerundeten Ecken. Der Wirkstoff Oxymetholon wird ausschließlich in 50 mg Tabletten hergestellt und verbreitet.

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