Purine und eine eiweißreiche Ernährung

Purine können Gicht auslösen. Deshalb werben viele Lebensmittel mit der Aufschrift „purinfrei“. Fälschlicherweise wird eine eiweißreiche Ernährung oft mit einer purinreichen Ernährung gleichgesetzt. Das stimmt so nicht. Purine entstehen beim Abbau von Erbinformation (Nukleinsäuren), die in der Nahrung vorhanden ist. Beim Abbau der Purine entsteht Harnsäure (nicht zu verwechseln mit dem Harnstoff aus dem Aminosäureabbau), die sich bei entsprechender genetischer Veranlagung in den Gelenken ablagern kann (Gicht).

Wo ist nun die „Erbinformation“: die Erbinformation liegt in den Zellen im Zellkern vor. Lebensmittel, die reich an Zellkernen sind, zum Beispiel Muskelfleisch und Fisch, aber auch Pflanzen bestehen aus Zellen und können so Purine liefern. Milch dagegen enthält keine Zellen, sie ist ein Drüsensekret. Auch das Hühnerei, man erinnere sich wie ein Ei entsteht, enthält kaum Purine. Wenn man also bei erhöhtem Eiweißkonsum auf ein Proteinkonzentrat zurückgreift, geht man kein erhöhtes Gichtrisiko ein.

Ein Gedanke zu „Purine und eine eiweißreiche Ernährung

  • 9. Februar 2015 um 10:14
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    Danke für die Info! Ich habe auch immer gedacht dass eine Eiweißreiche Ernährung schlecht bei Gicht ist.

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